11. Info Tag für Menschen mit MS in Ludwigshafen

Am Samstag den 26. Oktober veranstalteten die DMSG Rheinland Pfalz und die Amsel wieder Ihren Infotag. Auf vielfachen Wunsch der letzen Jahre ging es diesmal im medizinischen Teil um Blasenstörungen bei MS. Dazu referierten:

  • Dr. von Schrader, OA der neurologischen Abteilung des Klinikums Ludwigshafen über die Belastungen, die nicht sichtbare Symptome allgemein für die Erkrankten bedeuten und die neurologische Entstehung von Blasenproblemen.
  • Dr. Behr vom Urologikum Ludwigshafen über verschiedene Störungen der Blasentätigkeit und die medikamentösen, therapeutischen oder auch operativen Behandlungsmethoden.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es sportlich weiter:

  • René Tzschoppe, Sportwissenschaflter der Uni Erlangen referierte über die positive Wirkung von Sport im Allemeinen und gab auch praktische Tips zur erfolgreichen Integration von Bewegung im Alltag.

Zum Thema Blase lässt sich festhalten: Wenn Sie in der Stadt jede Toilette schon mit Namen kennen, oder Ihre Blase nicht mehr richtig leer wird, sprechen Sie mit Ihrem Neurologen oder einem Urologen und lassen sich frühzeitig helfen. Es gibt viele Möglichkeiten zur Steigerung der Lebensqualität bei Inkontinenez. Außerdem besteht bei dauerndem Harnverhalt die Gefahr von Infektionen der oberen Harnwege.

 

Dass Sport immer irgendwie dazu gehören sollte stellte Herr Tzschoppe ausführlich dar. So konnte zum Beispiel in Studien die Besserung von depressiven Zuständen, der Lebensqualität, der Gehfähigkeit, von Kraft und Ausdauer und Fatigue durch moderate regelmäßige Bewegung nachgewiesen werden. Erlaubt ist dabei was gefällt. Wenn die MS mal keine Lust auf Sport hat, kann man durchaus auf einfache Übungen im Sitzen ausweichen. Auch von vorrübergehenden Gefühlsstörungen nach der Aktivität sollte man sich nicht abschrecken lassen. In der Regel verschwinden diese nach 30 bis 60 Minuten wieder. Auch hier gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Physiotherapeuten, dem Sportverein oder Fitness Studio Ihres Vertrauens! Trauen Sie sich etwas zu! Tun sie das in Ihrem Tempo und für sich selbst! Ein guter Trainer geht von sich aus auf unterschiedliche Leistungsstufen ein und hält alternative Übungen bereit.

Bei Gleichgewichtsproblemen ist zum Beispiel Bewegung im Wasser von Vorteil. Kühles Wasser ist besonders im Sommer vielen eine Hilfe. Trinken Sie viel und mache Sie rechtzeitig Pausen. Und wenn Sie rausgefunden haben woran man rechtzeitig merkt, das man gleich eine Pause bräuchte, sagen Sie mir bitte bescheid...:-)

 

Wenn Sie jetzt gleich loslegen wollen, das Institut für Sportwissenschaft der Uni Erlangen bietet, basierend auf einer abgeschlossenen Studie, ein individuell angepasstes, begleitetes Online Training an: www.ms-intakt.de

 

Melanie Imme

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