Power Naps: Ausgeruht ins neue Jahr!

(Foto: M. Imme)
(Foto: M. Imme)

Um das Jahr 2014 entspannt zu beginnen, hat Caroline zu unserem ersten Treffen einen Gast eingeladen: die Yoga- und Entspannungstrainerin Birgit Mohl. 

Wir tasteten uns gemeinsam an das Thema Stress und seine individuelle Bedeutung heran und erhielten dann Einblicke in unterschiedliche Entspannungstechniken.

Wenn's mal wieder länger dauert...

Das Warten zum Beispiel ist in unserer schnelllebigen Zeit für viele ein Stressfaktor. Sei es nun an einer Kasse, einem Bahnhof oder beim Arzt. Statt uns über den Zeitverlust zu ärgern, den Blutdruck hochzutreiben und uns immer weiter zu verspannen, könnten wir uns auch über eine gewonnene Pause freuen. Wenn's mal wieder länger dauert,  schlägt Frau Mohl uns also diese Alternativen vor: 

  • einfach mal den Boden unter den Füßen bewusst wahrnehmen
  • sich sammeln - beispielsweise beim Rückwärts zählen
  • tief durchatmen
  • den Blick fokussieren und irgendwas anstarren
  • ein Fingermudra üben

Fingermudras

1. die Merkel-Meditation

Wir können die beiden Hirnhälften mal wieder neu vernetzen und damit die Konzentration steigern. Wie das geht bekommen wir gerne in den Nachrichten gezeigt: Die Fingerspitzen aneinanderlegen und die Hände vor den Bauch halten. Wer hätte gedacht, dass das Dreieck der Macht eigentlich eine öffentlich praktizierte Yogaübung ist... ;-)

2. schnelles Umschalten

Das hat schon mal nicht so gut funktioniert, ich habe nämlich vor lauter Konzentration auf meine Finger den Namen vergessen. Anders gesagt, ich war ganz bei mir! *g*

Folgende Übung: ein Hand zeigt mit Daumen und Zeigefinger ein L. Die anderen Finger sind angelegt. Bei der anderen Hand werden Daumen und Zeigefinger aufeinander gelegt und die restlichen Finger abgespreizt. Und dann wird gewechselt. Viel Spaß beim Finger verknoten! ;-)

3. tief durchatmen

Wie das Merkel-Mudra, nur berühren sich hier lediglich die Daumen und die kleinen Finger. Die Haltung die man dadurch einnimmt, hilft den Atem wieder bis in den Bauch zu führen. Was wiederum den ganzen Rücken aufrichtet und Muskeln lockert.

Ein Punkt in der Ferne - Schlossgarten Schwetzingen
Ein Punkt in der Ferne - Schlossgarten Schwetzingen (Foto: B. Harz)

Männer, die auf Ziegen starren!

Nein, das war ein Film mit George Clooney...

Wir hatten eine SHG, die auf komische Muster starrte. Erst war es still. Dann grummelten einige vor sich hin, wie meiner einer. Ich konnte da noch nie was erkennen... Und dann kamen faszinierte Aaah's und Ooooh's.

Wir schielten auf 3D Bilder. Vor Jahren gingen davon mal ganze Bücher um. Eins steht fest, man braucht zwei funktionierende Augen um überhaupt eine Chance zu haben. Wer nicht dreidimensional gucken kann, dem bleibt ein Blick auf einen Punkt in der Ferne um die Augen auszuruhen. Oder aber, wenn es ganz bewusst sein soll, das Starren in eine Kerzenflamme. 

Dieses Starren nennt sich Tratak und lässt einen mit etwas Übung die Hektik um sich herum ausblenden.

Energiesparmodus

In Asien gibt es vor der Mittagspause ein Signal, nach dem alle Köpfe auf den Tisch sinken. Eine von der Firmenleitung verordnete Kurz-Mittagsruhe. Beim nächsten Signal gibt es Essen. Erst dann wird weitergearbeitet. Regelmäßig geübt, können wir in 15-20 Minuten einfach mal abschalten. Als Anfänger saßen wir also bei gedimmtem Licht mit geschlossenen Augen in unserem Hinterzimmer und ließen uns durch unseren Körper führen. Wir spürten in uns hinein, nahmen unseren Atem wahr und manchmal auch mit nicht gekannter Präzision die Kegelbahn draußen. Nach etwa zwanzig Minuten führte uns Birgit Mohl wieder zurück in die Realität und sah sich mit einer so entspannten Gruppe konfrontiert, das es eine Weile dauerte bis dem ein oder anderen noch Fragen einfielen.

Zum weiterüben gibt es verschiedene Möglichkeiten. In Gruppen, alleine, mit CD's und jeweils in unterschiedlichsten Ausführungn. Es kann eine Weile dauern bis man die passende Technik und darin die bestmögliche Anleitung findet.

  • Progressive Muskelenstspannung nach Jacobson ist eine aktive Technik bei der man mit der Aufmerksamkeit durch den ganzen Körper wandert und verschiedene Muskeln bewusst an- und dann entspannt.
  • Autogenes Training ist dagegen passiv und beruht allein auf der Vorstellung von Ruhe und Entspannung.
  • Phantasiereisen verlangen ebenfalls eine gute Vorstellungskraft und ansonsten völlige körperliche Ruhe. Man stellt sich vor an einem bestimmten Ort zu sein und die Gegebenheiten dort tatsächlich zu spüren.
  • Yoga Nidra - der Yoga Schlaf ist eine komplexe Technik, die Übung erfordert, aber dann mit einer Übungzeit von 30 Minuten so wirksam sein soll, wie drei Stunden Schlaf. Man sollte allerdings nicht wriklich dabei einschlafen.

Mehr Info´s über Birgit Mohl unter http://www.body-and-soul.me/ueber-mich.html

 

Melanie Imme